
Am 16. Januar 2026 kamen zahlreiche Mitglieder und Gäste im Bürgerklub Wildpark-West zur 8. ordentlichen Mitgliederversammlung zusammen. Ein hochemotionaler Moment der Versammlung war die Verabschiedung von Jana Fellenberg und Carsten Sicora, die nach vielen Jahren unermüdlichen Einsatzes aus dem Vorstand ausschieden. Als treibende Kräfte haben sie die Entwicklung des Vereins maßgeblich geprägt und hinterlassen Fußspuren, die noch lange sichtbar sein werden. Eigentlich hätte die Würdigung ihrer Verdienste mindestens die Begleitung durch eine komplette Blaskapelle verdient, doch diese konnte aus rein platztechnischen Gründen im Bürgerklub nicht aufspielen. Als Zeichen der Kontinuität und Anerkennung wurde den beiden symbolisch der Grundstein für das Projekt Klimaschutzwald übergeben. Zur großen Freude aller bleiben sie dem Verein jedoch treu und werden bei verschiedenen Themen, wie der Baumschule oder der Ortschronik, auch in Zukunft beratend zur Seite stehen.
Im Zuge einer Neuausrichtung verabschiedete die Versammlung eine geänderte Satzung, die die Vereinsführung auf eine breitere Basis stellt. Der neu gewählte Vorstand besteht nun aus vier geschäftsführenden Mitgliedern sowie zwei Personen im erweiterten Vorstand. In das geschäftsführende Gremium wurden Tatjana Gerber, Silke Steinborn, René Braunsdorf und Thomas Gruhle gewählt. Den erweiterten Vorstand bilden Jochen Küpfer und Lars Augustin. Diese personelle Veränderung markiert eine Verjüngung und eine neue strategische Aufstellung des Vereins.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Diskussion war der aktuelle Stand in der Auseinandersetzung mit der Gemeinde Schwielowsee bezüglich des Klimaschutzwaldes und des im Januar gefällten Urteils. Die Mitglieder befassten sich intensiv mit den Themen und dem weiteren Vorgehen, um die Ziele des Vereins weiterhin konsequent zu verfolgen. Ein weiterer bedeutender Programmpunkt war die Verleihung der Umweltpreise. Der Negativpreis „Schwarzer Rabe“ 2025 wurde passend in ölverschmierter Form an die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt/Oder zuerkannt. Anlass ist der Vorfall vom Dezember, der offiziell als Vorkommnis an einer Schieberstation in Vorbereitung eines Sicherheitstests dargestellt wurde, sich jedoch in Wahrheit als die größte Umweltkatastrophe durch austretendes Rohöl in Brandenburg seit Bestehen der Bundesrepublik darstellt. In den kommenden Wochen werden wir weitere Informationen zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern, gefasste Beschlüsse, sowie das weitere Vorgehen zum zukünftigen Vorgehen in der Thematik Klimaschutzwald veröffentlichen.
Jahresbericht des Waldsiedlung Wildpark-West e.V. für das Jahr 2025
(Rechenschaftsbericht)
Liebe Mitglieder unseres Vereins,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Arbeitsgruppen!
Das vergangene Jahr, das sogenannte „verflixte siebente Jahr“ seit der Vereinsgründung, brachte zahlreiche und große Herausforderungen mit sich. Ich bin der Meinung, wir haben diese Herausforderungen im Rahmen unserer Möglichkeiten gemeistert.
„Gemeistert“ heißt konkret, dass wir unsere satzungsgemäßen Aufgaben wahrgenommen haben und in fast allen Bereichen umsetzen konnten. Trotz der sich gravierend ändernden gesellschaftlichen Verhältnisse, wie die nachlassende gesellschaftliche Bereitschaft Natur- und Umwelt sinnvoll zu schützen – und hier meine ich nicht nur die Politik von Land, Bund oder Kommune, sondern besonders den Umgang mit engagierten Bürgern durch Teile unserer kommunalpolitischen Gremien und der Gemeindeverwaltung – haben auch 2025 unsere ordentlichen und fördernden Mitglieder, die Mitglieder in den Arbeitsgruppen und zahlreiche mit unserem Verein sympathisierende Einwohner das Vereinsleben aktiv mitgestaltet.
Wie mir aus vielen Gesprächen mit Einwohnern unserer Siedlung bekannt ist, spielt der Verein, besonders in der Wahrnehmung der Bürgerschaft, eine zentrale Rolle im Ort und genießt bei vielen von ihnen respektvolles Ansehen. Ein sehr kleiner Teil Einwohner jedoch lehnt den Verein grundlegend ab.
Anders als in den Jahren zuvor, mussten durch die eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten im Bürgerklub, die im übrigen nur unseren Verein betrafen, beliebte Veranstaltungen wie Kino-, Leseabende, das Sommerkonzert zum Ortsfest oder die jährliche Weihnachtsmatinee teilweise in private Räumlichkeiten verlegt, reduziert oder gar abgesagt werden.
Kurzfristige Absagen langfristig geplanter Termine wegen privaten Feiern im Klub, das Vorenthalten von Mietverträgen o. ä. ließen eine seriöse Planung von Veranstaltungen im Bürgerklub im vergangenen Jahr ab Februar 2025 leider nicht mehr zu. Ausgenommen davon waren lediglich die Kinder der „Jungen Naturfreunde“, die in gewohnter und dankenswerter Weise durch den Ortsbeirat und die Gemeinde Unterstützung fanden.
Die Pression rund um den Bürgerklub ist umso bedauerlicher, da es sich bei den Veranstaltungen um reine Kulturveranstaltungen, offen und kostenfrei für alle Einwohner unseres Ortes handelte.
Die Absage einer Filmvorführung mit Diskussionsrunde zum Kinofestival und die kurzfristige Absage des Ortsfestes oder die Zerstörung der Blühwiese und eines Schulbeetes der Kinder auf dem Bürgerklubgelände waren dabei sicherlich die negativen Höhepunkte und sind meiner Meinung nach in unmittelbarem Zusammenhang mit der Rechtsauseinandersetzung um den Klimaschutzwald zu sehen. Gemeldete Schäden an Vereinsmaterialien, die dem Verein durch Zerstörungen entstanden, wurden von der Klubleitung und der Gemeindeverwaltung nur halbherzig oder gar nicht verfolgt bzw. in Abrede gestellt und fanden auch in den politischen Gremien kaum Beachtung – trotzdem mehrere Parteien oder Wählergruppen die Unterstützung des Vereins und die Thematik „Klimaschutzwald“, (Erhalt des Waldes am ehemaligen Kinderferienlager), als eines ihrer Wahlziele benannten. Nur einzelne kommunalpolitische Vertreter im Ortsbeirat Geltow setzten sich in den Gremien aktiv für den Verein oder den Walderhalt ein.
Die erheblichen Aufwendungen und Kosten in der juristischen Auseinandersetzung mit der Gemeinde Schwielowsee und dem Landesforstbetrieb Forst Brandenburg um Naturschutz – Natur- und Umweltschutz sind satzungsgemäß Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit – zwangen den Verein obendrein zu Einschnitten auf anderen Gebieten der Vereinsarbeit. Während Behörden wie die kommunale Verwaltung oder der Landesbetrieb Forst die Kosten für ihre Rechtsanwälte (praktisch unbegrenzt) aus öffentlichen Mitteln finanzieren, sind unserem Verein, trotz der Unterstützung vieler Einwohner, in dieser Hinsicht natürlich finanzielle Grenzen gesetzt.
Bei der Anrufung von Verwaltungen, Gerichten oder Staatsanwaltschaft zum Zweck der Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen im Sinne des Natur- und Umweltschutzes, kristallisierte sich in den zurückliegenden Jahren ein weiteres Problem mit erheblichen Auswirkungen auf unsere Arbeit heraus: Durch die (zumeist personelle) Überlastung von Stadt- oder Gemeindeverwaltungen, Staatsanwaltschaften oder Verwaltungsgerichten, z. B. bei Anträgen, Widersprüchen, Klagen oder Anzeigen – einschließlich einer unabhängigen Überprüfung von Verwaltungshandeln zur Umsetzung von rechtsstaatlichen Prinzipien – gibt es derzeit Bearbeitungszeiten von bis zu vier Jahren. Solch ein Zeitraum schafft praktisch einen „rechtsfreien“ Raum – und lässt für viele Bürger den Eindruck entstehen, dass die Umsetzung des Prinzips der Rechtsstaatlichkeit nicht mehr oder nur bedingt funktioniert. Dies ermutigt manchen Entscheidungsträger diese rechtliche Grauzone auszureizen, da er kaum mit Konsequenzen für sein Handeln rechnen muss. So ist z. B. eine Gemeindeverwaltung in unserem Wirkungsgebiet dazu übergangen, unsere Umweltschutz-vereinigung – entgegen den (noch) geltenden Mitwirkungsrechten – nicht mehr an Planungs-vorhaben zu beteiligen, nicht auf eingelegte Widersprüche zu reagieren, beantragte Rechtsbehelfe zu verweigern, um die beanstandeten Maßnahmen trotz Widerspruchs umzusetzen.
Dieses Beispiel zeigt, dass ohne den Mechanismus, den eine unabhängig rechtsstaatliche Kontrolle ermöglicht, ein sinnhafter Natur- und Umweltschutz zum Wohle der Bürger nicht möglich ist.
Umso mehr möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die trotz der genannten Schwierigkeiten dafür gesorgt haben, dass ein Großteil der Kultur-, Jugend-, Naturschutz- oder Bildungs-veranstaltungen im Ort stattfinden konnten oder die vom Verein herausgegebene Heimatzeitschrift – wenn auch im stark reduzierten Umfang und mit dem Schwerpunkt auf regionale Nachrichten – wie gewohnt halbjährlich erscheinen konnte.
Allen, die den Verein auch still im Hintergrund unterstützten, sei es durch ehrenamtlichen persönlichen Einsatz, fachliche Begleitung oder finanzielle Zuwendungen, sei herzlich gedankt.
Dieser Dank geht auch in diesem Jahr besondere an unsere älteren Mitstreiter, auf deren Schultern ein großer Teil der Vereinsarbeit lag.
Ich hoffe sehr, dass unsere jungen Mitstreiter, die zukünftig den Staffelstab übernehmen sollen, auch weiterhin die Unterstützung unserer Vereinsmitglieder und Sympathisanten erfahren.
Wie in den Vorjahren, wurden satzungsgemäß zahlreiche Aktivitäten durchgeführt.
Auf einen Blick waren das u. a.:
– eine Einwohnerinformations- und Mitgliederversammlung;
– Auf- und Abbau des Amphibienschutzzaunes einschl. der Betreuung;
– zwei Müllsammelaktionen;
– Durchführung der Nachpflanzwoche (8. Nachpflanztag) mit Bäumen aus der eigenen Baumschule;
– weitere Nachpflanzungen im Ort, im angrenzenden Alleebereich sowie Austauschpflanzungen;
– mehrere Baumpflege- und koordinierte Gießaktionen;
– eine Klausurtagung für Vereinsmitglieder;
– Umweltpreisverleihungen:
„Karl-Hermann-Koch-Preis“ 2024 und Negativumweltpreis „Schwarzer Rabe“ 2024;
– Kinovorstellungen, einschl. Gesprächsrunden und Lesung mit Schauspielern;
– ganzjährige Durchführung der AG „Junge Naturfreunde“;
– das Schachturnier;
– der Stand unseres Vereins auf dem Weihnachtsmarkt;
– die gerichtliche Auseinandersetzung um den Klimaschutzwald;
– Öffentlichkeitsarbeit für Umweltbildung und Heimatkunde.
Herausgegeben wurden u. a. zwei Ausgaben der achtseitigen „Wildpark-West-Heimatzeitschrift“ – Regionale Nachrichten, 23 online-Nachrichten „Neuigkeiten aus der Waldsiedlung“, Berichte zur Ortschronik, der Monatskalender 2026 „Historische Ansichten“ sowie eine Ansichtskarte (Sammelkarte Nr. 8) und das Quartettspiel „Europäischer Baumlehrpfad Wildpark-West“.
Viele Aktivitäten fanden dabei im Hintergrund und für die Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar, statt.
Dazu zählt z. B. die Vorstandsarbeit, die Beteiligung an Begehungen mit dem Landesamt für Umwelt, Anträge für lokale Amphibienschutzmaßnahmen, die Arbeit der Redaktion unserer Heimatzeitschrift, an der Ortschronik und in der AG Klimaschutzwald sowie bei der Erstellung von Expertisen und Gutachten im Rahmen von Beteiligungsverfahren oder die gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Schutz der Natur und Umwelt.
Insbesondere die Mitwirkung an Beteiligungsverfahren oder die geführten gerichtlichen Auseinandersetzungen sind wesentliche Bestandteile bei der Umsetzung der Vereinsziele und ermöglichten z. B. in der Folge die Wiederbepflanzungen zweier historischer Alleen.
Auch wenn einzelne Vereinsmitglieder die gerichtlichen Auseinandersetzungen um Natur- und Umweltschutz, z. B. mit der Gemeinde Schwielowsee aus Sorge vor persönlichen Unannehm-lichkeiten nicht favorisieren, so bleibt in der Rückschau festzustellen, dass (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) letztendlich nur auf diesem Wege der Schutz der Natur und Umwelt zum Wohle der hier lebenden Menschen, zumindest in Teilbereichen, erreicht werden konnte.
Vereinsarbeit
Mehr als 35 öffentliche Veranstaltungen wurden durchgeführt. Das sind, aus den o.g. Gründen, etwa ein Drittel weniger als im Vorjahr.
Die Vereinsmitgliedschaft wie auch die Teilnahme an allen öffentlichen Veranstaltungen unseres Vereins war kostenfrei.
Dazu gab es eine große Anzahl weiterer Aktivitäten, die täglich – z. T. über Monate stattfanden.
Schwerpunkte des Vereinslebens waren, wie schon in den Vorjahren, die Nachmittage der „Jungen Naturfreunde“, die mehrmonatige Betreuung des Amphibienschutzzaunes am Fuchsweg, die Veranstaltungsreihe „Kino im Klub“, naturkundliche Führungen und die Arbeit der verschiedenen Arbeitsgruppen.
Zahlreiche Veranstaltungen wie die Kinoabende, das Schachturnier oder unsere Nachpflanzaktion wurden durch Privatpersonen oder mittelständische Unternehmen unterstützt.
1. Vereinsaktivitäten 2025:
Natur- und Umweltschutz
- Rechtsauseinandersetzung um den „Klimaschutzwald Wildpark-West“ (ganzjährig), aktuell: erste Anhörung vor dem Verwaltungsgericht Potsdam am 7. Januar 2026 (noch kein abschließendes Urteil vorliegend)
- Rechtsauseinandersetzung mit dem Land Brandenburg um Alleeschutz und FFH-Gebiet, hier wurde aus Kosten- und Kapazitätsgründen auf eine langwierige Feststellungsklage verzichtet und der Vorgang (Abholzung von Straßenbäumen der historischen Allee nach Geltow) lediglich zur Anzeige gebracht, der Sachverhalt öffentlich dargestellt (Januar);
- Amphibienschutzzaun: Auf- und Abbau (Februar, Mai), Betreuung, statistische Erfassung, Auswertung und Veröffentlichung der Amphibienwanderung, Anzeige des Tieraufkommens in Art und Anzahl bei der Unteren Naturschutzbehörde (Februar bis Mai, Juli);
- Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam beim Amphibien- und Baumschutz (ganzjährig), Austausch von 14 nicht angewachsenen Alleebäumen im Fuchsweg (Dezember);
- Antrag beim Verkehrsamt der Stadt Potsdam auf a) Hinweis- und Warnschilder „Amphibien“ sowie b) auf die temporäre Sperrung des Fuchsweges in den Nächten der Amphibienwanderung; (März)
- Austausch nicht angewachsener Straßenbäume: Am Ufer, Schweizer Straße (November);
- Stiftung von 14 Neupflanzungen am Seesteig (Radweg), in der Waidmannspromenade und Amselweg (November)
- Mitwirkung an der grünplanerischen Gestaltung der Waidmannspromenade für das Jahr 2026 (November);
- Pflege der vereinseigenen kleinen Baumschule, Baumtauschbörse (ganzjährig);
- Praktikumstag: Kartierung des Europäischen Baumlehrpfades, Baumpflege durch junge Schüler des Ortes, Unterstützung „Aktion Tagwerk“ (Juni);
- zwei Arbeitseinsätze (u. a. Baumpflege, Müllsammeln, Pflege und Reparatur „Rastplatz Kleiner Entenfangsee“, Februar/April und August);
- Fünf Beteiligungsverfahren zum Natur- und Umweltschutz (ganzjährig);
- Zwei Akteneinsichten, zwei Widerspruchsverfahren in Sachen Baumschutz (März/Dezember);
- mehrere dezentrale Gießaktionen für Straßenbäume in niederschlagsarmen Zeiten (Juni bis August) mit Schwerpunkt Amsel- und Fuchsweg, Straße Am Ufer, Am Markt und Schweizer Straße (durch Baumpaten);
- Ortsbegehung mit Vertretern des Landesamtes für Umwelt und Beteiligung an Planungen zum Ausgleich naturschutzfachliche Eingriffe für geplantes Baugebiet südöstlich des Werderschen Damms (Mai).
Bildungsveranstaltungen
- Angebot einer ornithologischen Wanderung (Mai, veranstaltet durch Kooperationspartner),
- Angebot einer Insektenwanderung (Juni, veranstaltet durch Kooperationspartner);
- 20 AG-Nachmittage der „Jungen Naturfreunde“ (Schulzeit, jeweils Donnerstags).
Vereins/Vorstandsarbeit
- Mitgliederversammlung (Januar);
- acht Vorstandszusammenkünfte, verschiedene Treffen der Arbeitsgruppen;
- Klausurtagung für Vereinsmitglieder (Juli).
Kultur und Soziales
- Foto-, Mal- und Zeichenwettbewerb für Kinder und Jugendliche (ganzjährig);
- Einkaufsservice für ältere Mitbürger (ganzjährig);
- Durchführung des 4. Schachturniers „Großer Preis von Wildpark-West“ (September); (Organisation des Veranstaltungsortes und Unterstützung durch ein Nicht-Vereinsmitglied)
- drei Kinoveranstaltungen Januar, Juli und September) zum Tier- und Naturschutz und Heimatpflege, u.a. mit Darsteller Frank Schulze, Lesung „Sternstunden der Menschheit“ mit Schauspieler Christian Ballhaus;
- Teilnahme am Weihnachtsmarkt Wildpark-West (Dezember);
Öffentlichkeitsarbeit
- Verleihung des Umweltnegativpreises „Schwarzer Rabe 2024“ (Januar);
- Verleihung des Karl-Hermann-Koch-Preises 2024 (Januar)
- Herausgabe Wildpark-West Heimatzeitschrift Regionale Nachrichten (März und November) Ausgabe Frühjahr/Sommer 2025 und Herbst/Winter 2025
- 23 x „Neuigkeiten aus der Waldsiedlung“ (ganzjährig, Newsletter des Vereins);
- zwei Pressemitteilungen zu Vereinsaktivitäten und Fragen des Umweltschutzes (Mai und September);
- Heimatzeitschrift: Vorbereitung von Beiträgen für das „Wildpark-West“ – Familienmagazin, u. a. durch Mitglieder der Jugendredaktion und der AG Ortschronik.
Heimatpflege und Heimatkunde
- Weiterführung der Ortschronik, Digitalisierung von alten Dokumenten und Fotos, Dokumentationen von Zeitzeugenberichten (ganzjährig);
- Herausgabe Monatskalender „Historische Ansichten von Wildpark-West“ 2026 (Oktober) mit Auszügen aus heimat- und zeitgeschichtlichen Beiträgen (Redaktionsarbeit als Beilage der Heimatzeitschrift und Abgabe auf dem Weihnachtsmarkt)
- Sammelansichtskarte Wildpark-West Nr. 8 „Sonnenuntergang an den Torfstichteichen“ (Dezember, Abgabe auf dem Weihnachtsmarkt)
2. Vereinsstatus und Mitgliederentwicklung
Der Verein wurde 2019 gegründet und im Mai 2022 vom Umweltministerium Brandenburg als Umweltschutzvereinigung anerkannt. Er ist im Register der Interessenvertretungen des Landes Brandenburg verzeichnet. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgte erstmals 2019, zuletzt im Juni 2023.
Die meisten Mitstreiter sind in der (AG) „Bürgerinitiative“, vereint, sie ist eine von derzeit sieben eigenständigen AG`s in unserem Verein. Mitstreiter sind hauptsächlich Einwohner aus Wildpark-West, Potsdam-West, Werder und Geltow, welche die sozialen und kulturellen Ziele unseres Vereins unterstützen, sich bei gesellschaftlichen Aktivitäten im Umwelt- oder Tierschutz einbringen oder dem Verein bei Bedarf tatkräftig helfen. Es ist dabei nicht notwendig, Vereinsmitglied zu sein, um einer AG anzugehören oder an kostenfreien Veranstaltungen teilzunehmen. Der Verein wird auch von Mitstreiterinnen und Mitstreitern überregional unterstützt.
Für das Jahr 2025 sind keine neuen Mitglieder zu verzeichnen, die Tendenz in den Arbeitsgruppen ist jedoch leicht rückläufig.
Die Arbeitsgruppen: AG „Bürgerinitiative“ ca. 200 Mitstreiter, AG „Junge Naturfreunde“ 11 (davon 6 Schüler unter 14 Jahre), AG „Nachpflanzung“ 10, AG „Öffentlichkeitsarbeit“ 25
Redaktion Wildpark-West-Heimatzeitschrift, AG „Klimaschutzwald“ 8,
AG „Amphibienschutz“ 13, AG Ortschronik: 4.
Hinweis: Mehrere Mitstreiter sind in verschiedenen Arbeitsgruppen tätig.
Die Anzahl der Vereinsmitglieder beträgt derzeit 40, davon 4 fördernde Mitglieder und 5 Ehrenmitglieder. Ein ordentliches Mitglied ist jünger als 18 Jahre (Stand: 01. Januar 2026).
Der Vorstand besteht aus zwei Damen und zwei Herren, dazu eine Dame und ein Herr im erweiterten Vorstand, gewählt im Januar 2024.
Das Amt des Vorstandsvorsitzenden wurde nach dem Rücktritt des amtierenden Vorsitzenden auf der Mitgliederversammlung am 10. Januar 2025 kommissarisch von ihm selbst bis zur anstehenden Wahl eines neuen Vorstands ausgeübt.
Ein weiteres Vorstandsmitglied hat, ebenfalls aus persönlichen Gründen, angekündigt, für die kommende Wahlperiode 2026 bis 2028 nicht mehr zur Verfügung stehen zu können.
3. Vereinsinformationen/Öffentlichkeitsarbeit
Termine, Vereinsinformationen, Berichte, Fotos und Filmmitschnitte von Veranstaltungen, Filme des Vereins, Broschüren, Infoblätter sowie das Wildpark-West-Magazin u.v.a.m. können über die Homepage des Vereins www.waldsiedlung-wildpark-west.de kostenfrei abgerufen werden.
Zudem wird über aktuelle Ereignisse, geplante Veranstaltungen u. ä. mittels derRundschreiben „Neuigkeiten aus der Waldsiedlung“ per E-Mail informiert. 2025 waren das 23 Rundschreiben.
Wir erreichen derzeit damit etwa 150 Haushalte im Ort, das sind rund ein Drittel aller Einwohner, sowie Haushalte in Geltow, Potsdam, Ferch und Caputh.
In Ergänzung unseres Familienmagazins erschienen im Jahr 2025 zwei Ausgaben unserer Heimatzeitschrift „Wildpark-West“ – Regionale Nachrichten (A4 – Druckumfang acht Seiten).
Diese Zeitschrift berichtet in textlicher Kurzform und farbiger Bilddokumentation über das gesellschaftliche Leben im Ort, Vereinsaktivitäten, Kultur und Sport sowie Umwelt- und Naturschutz. Diese Heimatzeitschrift „Wildpark-West“ erhalten alle Einwohner kostenfrei in ihre Briefkästen, sowie bei Bestellung kostenfrei in der Gemeinde Schwielowsee und darüber hinaus.
4. Nachpflanzaktion „Rettet die Waldsiedlung!“ 2018 – 2033
Fast 2.000 junge Bäume wurden seit Beginn der Nachpflanzaktion im April 2018 in unserer Waldsiedlung gepflanzt. Das entspricht, wie im Vorjahr, einem jährlichen Zuwachs von ca. 300. Damit liegen wir weiter deutlich unter unserem Ziel von 7.000 Bäumen, die bis 2033 gepflanzt werden sollen (die aktuelle Anzahl an gepflanzten Bäumen ist auf der Homepage des Vereins ersichtlich).
Die Pflanzungen im öffentlichen Bereich in der Straße Am Ufer und Seesteig/Werftbereich
(u. a. der erste Baum am Baumlehrpfad, ein Urweltmammut) und in der Waidmannspromenade (Beginn der Wiederherstellung der vierten historischen Allee im Ort) als auch die Nachsetzungen in der Schweizer Straße wurden durch Spenden finanziert.
Die Nachsetzungen (14), außerorts Fuchsweg, erfolgten in Kooperation mit der Stadt Potsdam.
Im April fand der 8. Nachpflanztag mit guter Resonanz statt, in dessen Folge 52 junge Bäume auf Privatgrundstücken nachgepflanzt wurden, die alle aus der vereinseigenen Baumschule stammen.
Über das Jahr wurde durch Vereinsmitglieder und Schüler der AG Junge Naturfreunde die vereinseigene kleine Baumschule weiter ausgebaut und gepflegt. Gleichzeitig wurde die „Aktion Tagwerk“ unterstützt, bei der im Sommer Schüler der Meusebach-Grundschule Geltow die Bäume des Europäischen Baumlehrpfades in der Straße am Ufer gegossen und kartiert haben.
Derzeit sind in unserer kleinen Baumschule ca. 200 junge Bäume kostenfrei für Einwohner im Angebot. In fünf Jahren wurden insgesamt 25 verschiedene Arten nachgezogen, kostenfrei angeboten oder über die Baumtauschbörse des Vereins angeboten.
Die seit 2018 durchgeführte Bestandsaufnahme aller Bäume im Ort wurde weitergeführt, um verlässliche Daten über den Baumbestand der Waldsiedlung zu erhalten. Diese Daten sind veränderlich und in Teilbereichen über den Verein abrufbar.
5. AG „Junge Naturfreunde“
Seit 2018 fanden 145 AG-Nachmittage und zusätzliche Nebenveranstaltungen statt. Die Arbeit der Betreuerinnen ist sehr hoch einzuschätzen und verdient ein zusätzliches Dankeschön! Eine Betreue-rin beendete 2025 aus persönlichen Gründen ihre Teilnahme. Derzeit sind sechs Betreuerinnen (einschl. „Springer“), je AG Nachmittag abwechselnd zu zweit, verlässlich im Einsatz.
2025 war, ähnlich wie bei fast allen anderen Arbeitsgemeinschaften in unserer Region, u. a. demografisch bedingt, ein spürbarer Rückgang der Teilnahme an Schülern zu verzeichnen. Durch die Verringerung der Anzahl der Schüler erfolgte das Zusammenfassen von bisher zwei Arbeitsgruppen zu einer Gruppe.
Die AG-Nachmittage finden gewöhnlich Donnerstags (außer in den Schulferien statt).
Die Mehrheit der Kinder ist in Wildpark-West zu Hause, die anderen Schülerinnen und Schüler kommen aus Nachbarorten.
Vorbildhaft ist die Unterstützung der AG durch die NAJU Brandenburg (Bildungsmittel) und Naturschutzkonzepte Frau Dr. Beate Gall (Werder).
20 AG-Nachmittage und andere Veranstaltungen wie „Jagt das Müllmonster“, Mithilfe beim Aufbau des Amphibienschutzzaunes, der „Erlebte Frühling“, Bau eines Fledermauskastens und Bodenerkundungen fanden statt.
Fachlich abgesichert bekommen die Schülerinnen und Schüler ein breites Angebot rund um die Natur. So bepflanzten und pflegten sie ihre beiden Schulbeete und die Blühwiese, beobachteten Tiere (u. a. ornithologische Beobachtungen, seit 2018, Igelschutzbau) und lernten Pflanzen im westlichen Wildpark und an der Havel kennen. Die Töpfernachmittage fanden ebenfalls großen Anklang. Die Kinder waren im Wildpark, an der Havel und den Feuchtwiesen unterwegs. Traditionell fand ein Foto- und Malwettbewerb statt, mehrere junge Bäumchen wurden gepflanzt und die Patenschaft über die Silberlindenallee fortgeführt. Ausführliche Berichte und Fotos über die AG-Nachmittage sind auf unserer Homepage zu finden.
Leider wurde eines der Schulbeete und die Blühwiese während der Sommerferien durch Mitarbeiter der Gemeinde bei Pflegearbeiten eingeebnet. Die Bürgermeisterin bestritt diesen Sachverhalt.
6. Kino im Klub
Nachdem im vergangenen Jahr noch 430 Besucher gezählt wurden, konnten in diesem Jahr (aus Kapazitätsgründen) leider nur noch 50 Gäste an den drei Veranstaltungen teilnehmen, der Eintritt war kostenfrei.
Nur die Januar-Veranstaltung konnte noch im Bürgerklub durchgeführt werden, die beiden anderen fanden in privaten Räumlichkeiten in Wildpark-West statt. Im Rahmen unserer Filmgespräche und Lesungen konnte diesmal der Darsteller Frank Schulze und der Schauspieler Christian Ballhaus begrüßt werden. Im Rahmen der Kinoveranstaltung im Januar fand die Auszeichnung mit dem
Karl-Hermann-Koch-Umweltpreis statt.
Neben der für April geplante Veranstaltung zum Kinofestival der „20. Ökofilmtour“ (aus den bekannten Gründen), musste auch die geplante Veranstaltung im November für unsere Senioren im Rahmen eines Nachmittags der Volkssolidaritätsortsgruppe leider abgesagt werden.
Hier war es allerdings ein technischer Defekt (Überspannung), bei dem sowohl der Verstärker als auch ein mobiler Computer und zwei der vier Lautsprecher irreparabel Schaden genommen haben. Zum Glück blieb der Beamer unbeschädigt und ist weiter einsatzbereit.
Die Kosten für Lizenzgebühren und Technik konnten aus Spendenmitteln des Vereins und Mitteln aus dem Haushalt der Gemeinde Schwielowsee bestritten werden.
Alle Kinomittel sind Leihtechnik von Vereinsmitgliedern und Unterstützern oder entstammen Sachspenden.
Gezeigt wurden in den zurückliegenden sieben Jahren Filme mit regionalem, heimatkundlichem bzw. natur- oder umweltwissenschaftlichem Hintergrund. Besonderen Anklang fanden dabei selbst produzierte Vor-Filme, Naturfilme oder Filme mit regionalem Bezug. Insgesamt fanden bisher 53 Kinoveranstaltungen mit rund 1.500 Besuchern statt.
7. Kultur und Soziales
Zum vierten Mal wurde der „Große Preis von Wildpark-West“ ausgetragen, ein Schachturnier, bei dem, hauptsächlich bedingt durch die Orts- Terminverschiebung, weniger Teilnehmer als in den Vorjahren an den Start gingen.
Dank gilt besonders den Vereinsfreunden des Angelsportvereins Wildpark-West, die zusammen mit einem Einwohner die Durchführung kurzfristig auf dem Gelände des Vereins ermöglichten.
Sieger wurde diesmal Henry Marg aus Töplitz, Andreas Hohloch aus Wildpark-West wurde Zweiter und auch die beiden anderen Teilnehmer aus unserem Ort schlugen sich ehrenvoll.
Anders als diesmal fanden die bisherigen Schachturniere als zweitägige Veranstaltungen im Bürgerklub statt. Das Turnier wurde durch ein regionales Unternehmerpaar und Einwohner finanziell und mit Sachspenden unterstützt. Neben dem Anglerverein unterstützte auch der Potsdamer Schachverein die Veranstaltung.
Das im Sommer traditionelle Ortsfest des Vereins musste ebenso abgesagt werden wie das dazu geplante Konzert, das dann ersatzweise auf dem Freigelände eines Lokals im Ort stattfinden sollte.
Entgegen den Vereinbarungen teilte der Betreiber der Lokalität jedoch dem Verein kurzfristig mit, dass er „als Veranstaltungsort für den Vereins nicht mehr zur Verfügung steht“.
Am ersten Advent war unser Verein, wie in den Vorjahren, mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Wildpark-West vertreten. Zahlreiche Vereinsmitglieder unterstützten durch eigene Basteleien oder Sachspenden oder betreuten im stündlichen Wechsel den Stand.
Festen Kontakt gibt es zu den Ehrenmitgliedern des Vereins, die ebenso wie andere ältere Menschen, wenn gewünscht, unsere Unterstützung erfahren.
8. Heimatpflege/Ortschronik
Die Pflege und Weiterführung der Ortschronik ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit.
Viele Mitglieder und Einwohner unterstützen dieses Anliegen und stellten z. B. Fotos; Tagebücher ihrer Eltern oder andere Berichte zur Verfügung, die in der Ortschronik archiviert, z. B. im historischen Kalender (seit 2018) oder unserer Heimatzeitschrift (seit 2018) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Die 2021 begonnene Digitalisierung von historischen Fotos und Textdokumenten zur Siedlung und deren Umfeld wurde fortgesetzt.
9. Beteiligungsverfahren Umwelt-, Naturschutz und Landschaftsgestaltung
Im Rahmen von Beteiligungsverfahren des Landesbüros anerkannter Naturschutzverbände erstellt unser Verein im Zusammenwirken mit Fachleuten und sachkundigen Einwohnern Stellungnahmen zu Planungsverfahren, welche Wildpark-West sowie die angrenzenden Bereiche von Geltow und den Wildpark betreffen. Dies entspricht § 2 Abs. 1 der Satzung unseres Vereins, der die Mitwirkung an Planungs- und Entscheidungsprozessen vorsieht.
2025 wurden fünf Stellungnahmen und Einschätzungen erstellt, die in die Bewertung von umweltschutzplanerischen Genehmigungen und die Anordnung von Ausgleichsmaßnahmen einflossen.
Anders als andere Kommunen oder Behörden beteiligt die Gemeinde Schwielowsee unseren Verein über das Maß der notwendigen, unumgänglichen Bürgerbeteiligungen hinaus jedoch nicht.
10. Natur- und Umweltschutz
Im Gedenken an unser verstorbenes Vereinsmitglied wurde 2025 der undotierte Karl-Hermann-Koch-Umweltpreis der Stadt Potsdam für ihre kooperative Zusammenarbeit bei der Lösung von Interessenskonflikten bei der Sanierung einer durch mehrere geschützte Biotope verlaufenden Straße als Bestandteil der historischen „Allee nach dem Bornstedt“, deren Wiederbepflanzung mit 47 Straßenbäumen und ihre Unterstützung durch baubegleitende Amphibienschutzmaßnahmen unter Einbeziehung engagierter Bürger am „Kleinen Entenfangsee“ bei Wildpark-West und für das intensive Bemühen um Neupflanzung und den Erhalt von Straßenbäumen verliehen.
Der Preis ist in Form einer Waldohreule gestaltet, für deren Erhalt im westlichen Wildpark sich Prof. Koch besondere Verdienste erwarb.
Den Schwarzen Raben, Umweltnegativpreis, erhielt der Landesbetrieb Forst Brandenburg der im Februar und März 2024 beidseits einer historischen Allee eine im Nachhinein als „Verkehrssicherung“ bezeichnete Forstmaßnahme durchführte, bei der sowohl Bäume am Straßenrand der Allee, Bäume im Bankett- und Böschungsbereich als auch ökologisch besonders wertvolle Bäume innerhalb eines angrenzenden europäischen Schutzgebietes betroffen waren.
Im Februar und April fand zusammen mit Einwohnern und Vereinsmitgliedern der Frühjahrsputz statt, bei dem die angrenzenden Waldgebiete, auch dank der Jungen Naturfreunde vom Müll befreit wurden.
Zum siebenten Mal wurde im Februar 2025der Amphibienschutzzaun am Fuchsweg/Kleiner Entenfangsee unter Federführung von engagierten Vereinsmitgliedern aufgebaut, die auch die Koordination bei der Betreuung der Maßnahme innehatten. Trotz personellen Engpässen konnte die Betreuung der Maßnahme, bis auf einen Tag, abgesichert werden. Hier besteht bei der zukünftigen Umsetzung der Maßnahme, auf Grund des personell aufwendigen Betreuung, Handlungsbedarf, um neue Mitstreiter für dieses Projekt zu gewinnen.
Die 2024 von der Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee abgebrochenen Gespräche um eine außergerichtliche Einigung um den „Klimaschutzwald“ wurden nicht fortgeführt, die Gemeinde
beendete das Widerspruchsverfahren nach vier Jahren mit der Ablehnung des Widerspruchs.
Die betroffenen Käufer legten umgehend Klage beim Verwaltungsgericht Potsdam ein, das Gericht bestätigte den Eingang der Klage.
Eine außergerichtlichen Einigung zwischen Gemeinde, Verkäuferin, Käufer und dem betroffenen Verein ist derzeit nicht zu erwarten, es wird jedoch erwartet, dass sich das Verfahren über weitere Jahre erstreckt.
Im zweiten Verfahren (Feststellungsklage des Vereins über die Rechtmäßigkeit von Teilen einer Sitzung der Gemeindevertretung im August 2021) wurde die erste Anhörung vor dem Verwaltungsgericht auf Antrag der Gemeinde von November 2025 auf den Januar 2026 verlegt.
Die Anhörung fand am 7. Januar 2026 statt, ein Ergebnis wurde von Seiten des Gerichts bisher jedoch noch nicht bekannt gegeben. Auch hier wird, unabhängig vom Richterspruch, möglicher-weise erst in höheren Instanzen, ein endgültiges Urteil erwartet.
11. Finanzen
Die Ausgaben für unsere Vereinsarbeit betrugen lt. Finanzjahresabschluss im Jahr 2025 insgesamt 6.615,31 € (zum Vergleich 2024: 18.405,36 €, 2023: 15.722,68 €, 2022: 16.018,20 €),
die Einnahmen lagen bei 9.101,18 € (zum Vergleich 2024: 14.679,43 €, 2023: 12.240,75 €, 2022: 16.052,81 €).
Das Spendenaufkommen für das Jahr 2025 betrug 3.907,00 (zum Vergleich: 2024: 11.731,59 € 2023: 8.681,00 €, 2022: 12.044 €, 2021: 17.876 €).
Die Gesamtmittel der Vereinsförderungen betrugen:
a) aus dem Haushalt der Gemeinde Schwielowsee: 2.100,00 €.
Da nicht alle Veranstaltungen planmäßig stattfanden bzw. Projekte vollständig umgesetzt werden konnten, müssen Teile der Förderung, 1327, 97 €, zurückerstattet werden.
Die gemeinsam mit Kooperationspartner durchgeführte AG Junge Naturfreunde erhielt im November 2025 nachbewilligte Mittel des Ortsbeirats Geltow in Höhe von 400,00 €.
Weitere Details sind dem Finanzjahresabschluss 2025 zu entnehmen.
Die derzeit vorhandene Rücklage des Vereins zum 31.12.2025 beträgt 9.130,22 €.
Diese Rücklage wird zur Deckung weiterhin entstehender Kosten, so für laufende Rechtsverfahren benötigt. Eine entsprechende Auflösung dieser zweckgebundenen Rücklagen ist mit unserer Satzung in Übereinstimmung.
Rücklagenbegründung:
Die Rücklagenbildung erfolgt für die geplante Umsetzung und Durchsetzung des Projektes „Klimaschutzwald Wildpark-West.“
Für das Projekt wurde im Jahre 2021 ein Kooperationsvertrag mit dem Käufer der Waldfläche abgeschlossen, in dem u. a. die Übertragung durch Schenkung einer Teilfläche des im Erwerb befindlichen Waldgrundstücks mit notarieller Beglaubigung vereinbart wurde.
Das Projekt umfasst den Rückbau alter baulicher Anlagen, die Renaturierung der baulich beanspruchten Flächen, die Entwicklung eines Klimaschutzwaldes und die Errichtung eines Umwelt- und Naturschutzzentrums für Kinder und Jugendliche.
Sachstand zum 31.12.2025:
Die Gemeinde Schwielowsee hat für das Waldgrundstück im August 2021 Vorkaufsrecht geltend gemacht und hierdurch den Vollzug des Kooperationsvertrages blockiert.
Beide Kooperationspartner, der Verein und der Käufer, haben entsprechend ihren Möglichkeiten Rechtsmittel gegen die Gemeinde Schwielowsee eingelegt. Das Widerspruchsverfahren wurde im Oktober 2025 negativ beschieden. Im November 2025 wurde Klage eingereicht und Akteneinsicht beantragt.
Über den weiteren Fortgang des Verfahrens mit Vereinsbeteiligung soll die Mitgliederversammlung am 16.01.2026 beraten.
Wildpark-West, 11. Januar 2025
Carsten Sicora
Vorstandsvorsitzender
Hinweis: Der Rechenschaftsbericht und der Finanzjahresabschlussbericht bedarf der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.
